Freitag, 15. April 2016

Nachhaltiger Lebensstil mit Herz und Bestand: Gemeinsam in einer Gruppe zu einem nachhaltigeren Lebensstil kommen

Nachhaltiger Lebensstil mit Herz und Bestand

Bernd Bötel 2015


Gemeinsam zu einem nachhaltigeren Lebensstil: 
Eine Gruppe erarbeitet auf Augenhöhe Lösungsmöglichkeiten, die individuell oder zusammen umgesetzt werden können, von jeder/jedem so, wie er/sie kann und will.


Dieser Eintrag beschreibt die Idee der Gruppe, was wir uns konkret vorgenommen haben, und was bei den ersten zwei Treffen passiert ist.

Übersicht

Ein nicht-nachhaltiger Lebensstil und nicht-nachhaltiges Wirtschaften, also sich einfach zu nehmen, was man gerade möchte, ist leider menschlich. Es liegt irgendwie in unserer Kultur, sich jetzt zu nehmen was einem gefällt und die Konsequenzen zu ignorieren.

Ein nicht-nachhaltiger Lebensstil ist wie Übergewicht, Neigung zu Diabetes, Genuss von zu viel Alkohol oder Tabak: Wir wissen, dass dieser Lebensstil langfristig nicht gut für uns ist, und doch ist es so schwer, bewusste Veränderungen - von kurzen Diäten und Jojo-Effekten abgesehen - durchzuhalten und das Verhalten langfristig zu ändern.

Viele möchten allerdings nicht mehr so leben und etwas gegen die Probleme unserer Zeit tun. Diese Herausforderungen haben viel mit damit zu tun, wie wir mit unserem Planeten umgehen und genauso viel damit, wie wir mit uns selbst und anderen Mitmenschen umgehen.

Warum in einer Gruppe?

In einer Gruppe kann man sich Vorschläge anhören, muss sein Verhalten nicht erklären, kann etwas jammern und findet Gleichgesinnte, die einen ähnlichen Weg haben. Und wenn der/die eine das macht, dann kann ich das ja auch probieren oder auch mal sagen, wie es mir dabei geht.

Wir bieten genau diesen Weg einer Gruppe von Betroffenen für nachhaltiges Leben an, bei dem nicht von oben herab verurteilt und angewiesen wird, sondern Vorschläge für ein nachhaltigeres Leben auf Augenhöhe diskutiert werden.

Denn jeder Einzelne kann für sich alleine nachhaltiger leben. 
Und gemeinsam können wir viel mehr erreichen.

Mehr über die Idee (Motivation, Historie, Umgang miteinander) finden Sie in diesem Blog auf einer speziellen Seite.


Was wollen wir erarbeiten? 

1. Kriterien für ein nachhaltig(er)es Leben - besser leben

Beim ersten Treffen fanden die meisten die Idee des Manifests für Nachhaltigkeit nach der Vorlage des agilen Manifests ganz gut. Im agilen Manifest steht ja drin, was agile Entwickler bevorzugen:
Individuen und Interaktionen mehr als Prozesse und Werkzeuge
Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation
Zusammenarbeit mit dem Kunden mehr als Vertragsverhandlung
Reagieren auf Veränderung mehr als das Befolgen eines Plans

Was rechts steht, ist nicht unwichtig. Die Aussage des Manifests ist allerdings, dass das was links steht, wichtiger ist.
 Bei der Nachhaltigkeit ist es ja auch so, dass “günstig” nicht wirklich schlecht ist, uns aber “regional” und “bio” (oder besser) wichtiger ist.


Unser Manifest für Nachhaltigkeit haben wir nicht an den ersten beiden Treffen fertiggestellt, sondern vereinbart, dass wir gemeinsam an diesen Kriterien arbeiten wollen.


Ales erstes haben wir uns Kriterien für den Einkauf für Lebensmitteln vorgenommen. Oskar hat seine Erfahrungen mit Lebensmitteln dargestellt:



Dabei wurde deutlich, dass persönlich besser ist als anonym, Bio besser als Nicht-Bio, und selbst erzeugt besser als eingekauft. Wir haben diese Kriterien beim zweiten Treffen noch etwas erweitert. 

Unser Manifest werden wir veröffentlichen, wenn es mehr Form angenommen hat.

2. Geschichten

Was haben wir auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit erlebt? Wir wollen andere daran Teil haben lassen. Dazu haben wir Oskar's Idee eines Handbuchs für Nachhaltigkeit aufgegriffen. 

Da Nachhaltigkeit für uns auch eine Herzensangelegenheit ist, heißt es konsequent:
Herz-in-der-Handbuch.



Wie diese Plattform aufgebaut ist, und die Historie zu dem Projekt, finden Sie demnächst auf dem Blog der TechGenossen.

3. Challenge

Was nehmen wir uns bis zum nächsten Treffen vor? Was erproben wir?

Bis zum zweiten Treffen wollten wir plastik- und verpackungsfrei einkaufen.

Ein Erlebnis schildere ich hier, die anderen sind im Herz-in-der-Handbuch veröffentlicht.




Bernd erzählte, dass er Süßigkeiten gefunden hat, die in Pappe verpackt waren. Beim Reinschauen stellte er fest, dass sie innen eine weitere durchsichtige Verpackung hatten – auf den ersten Blick Plastik. Allerdings stellte sich heraus, dass es kompostierbares Plastik aus Maisstärke war. Bernd brachte uns die Süßigkeiten als Snack mit. Danke Bernd!

Für das dritte Treffen haben wir uns vorgenommen, gemeinsam Einkaufen zu gehen – in den “Ohne” Laden (Ohne weil ohne Verpackung), in einen Bio-Supermarkt und in einen normalen Lebensmittelmarkt.

Wir überlegen uns vorher, was wir einkaufen wollen, welche Annahmen wir haben, beobachten, und tauschen uns hinterher aus.

Beispiele für Annahmen sind:
  • Der Ohne Laden ist  am teuersten
  • Der Ohne Laden kauft doch auch in Verpackungen ein - wo landen die?
  • Bio ist teuer
  • Bio ist immer in Plastik eingepackt
  • Nachhaltige Produkte sind weniger schön eingepackt und weniger gut platziert
Das Ergebnis unserer Challenges finden Sie entweder im Herz-in-der-Handbuch oder in einem Blog-Beitrag hier bei pragmana unter dem Stichwort Lebensstil, oder auf dem TechGenossen-Blog.

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