Freitag, 4. Dezember 2015

Stakeholder-Interview

Stakeholder-Dialog, deutsch Dialog mit Anspruchsgruppen, ist eine Methode aus dem Nachhaltigkeits-Management, mit dem man ein besseres Verständnis zu Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Nachbarn, usw. erreichen kann und damit eine bessere Beziehung erreichen kann.
Dazu habe ich im Blog ja schon mal etwas geschrieben.

Nach dem Besuch eines MIT Kurses zu Change Management (U-Theorie) und Lektüre von inspirierenden Anleitungen aus dem Design Thinking kann ich einen Aspekt daraus, nämlich das Stakeholder Interview weiter verfeinert anbieten. Dabei liegt noch mehr Fokus auf auf den Menschen und ihren Bedürfnissen und auf dem System, das sie zusammen darstellen und was sich zukünftig daraus ergeben kann.




Der MIT Kurs zur U-Theorie war  ein Online Kurs - ganz in meinem Sinne CO2 vermeidend. Das war das erste Mal, dass ich mit mehreren 10.000 Menschen gleichzeitig einen Kurs und Live Sessions gemacht habe. Sehr beeindruckend.

Parallel dazu gab es in München auch ein U-Lab, bei dem man die Theorie gleich praktisch anwenden konnte. Das war noch beeindruckender.

An der U-Theorie gefällt mir besonders der Aspekt der co-creation, d.h. die Betroffenen finden gemeinsam neue Lösungen.

In den Methoden der U-Theorie finden sich noch Dialoge Interview und Sensing Journey, die mit unterschiedlichen Fragestellungen Problemen bei Veränderungen auf den Grund gehen und versuchen zu erspüren, welche Möglichkeiten die Zukunft bereit hält.


Design Thinking ist eine Methode, die über gutes Verständnis des Problems (u.a. durch Interviews), Sammeln und Visualisieren von Ideen in Prototypen schnelles Feedback erhält, so dass man "schnell scheitern" kann, d.h. die Idee sehr früh im Prozess testen und anpassen kann. Die U-Theorie greift für Stakeholder-Interviews und Prototypen teilweise darauf zurück.


Stakeholder-Interviews kenne ich auch im Nachhaltigkeits-Kontext und aus dem Product Management. Die beiden "neuen" Aspekte ergänzen meine bisherigen Erfahrungen sehr gut, da sie zu meinen Werten wie Wertschätzung und Offenheit für Neues passen.

Was ist ein Stakeholder-Interview?

Ein Stakeholder-Interview ermöglicht einen guten, vertrauensvollen Kontakt zu Vertretern von Anspruchsgruppen wie Mitarbeitern, Investoren, Kunden oder Interessenvertretern (z. B. Nicht-Regierungsorganisationen die Aspekte der Branche beobachten), so dass man Informationen über die Bedürfnisse der Gruppe erhält und Feedback zu den Auswirkungen der eigenen Tätigkeit bekommt.


Die Vorteile des Stakeholder-Interviews sind:

  • Durch gute Fragen und gutes Zuhören kann man ein besseres Verständnis der Anspruchsgruppe zu erhalten. Offenes Interesse und Verstehen wollen schaffen die Basis für zukünftiges Vertrauen
  • Neben dem Verstehen der Anspruchsgruppe will man meist ja auch selbst besser verstanden werden - das funktioniert deutlich besser, wenn man selbst den ersten Schritt macht.
  • Der zweite Teil des Stakeholder-Interviews dreht sich dann um die Beziehung zwischen Anspruchsgruppe und Unternehmen: Durch Nachfragen, was das Unternehmen denn zum Tun und Ziel der Anspruchsgruppe beitragen kann, ergeben sich Chancen für einen neuen Dialog.
    Dabei benutze ich Dialog im Sinne der U-Theorie - also nicht nur das Austauschen von Standpunkten, sondern das interessierte Wahrnehmen des eigenen Standpunkts und dem des Gegenüber.
  • Wird dieses Interview regelmäßig gemacht und transparent über die Resultate berichtet, verbessert es den Ruf (das Image) des Unternehmens und ist die Basis für gute Zusammenarbeit.

Eine konkrete Anwendung des Formats, zusammen mit einer Fokussierung auf Zukunftsfähigkeit, finden Sie in diesem Blog-Beitrag.

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank, dass Sie einen Kommentar hinterlassen wollen.
Die Kommentare werden moderiert, und erscheinen erst nach der Freigabe. Vielen Dank für Ihr Verständnis.